© Björn KleinIngeborg Gleichauf
Ingeborg Bachmann – Die WiderspenstigeFreitag, 06. November 2026 | 19:30 Uhr
Lesung mit Gespräch | Moderation: Roman BanzerCHF 15 / 10Plätze reservierenWie kann man sich Ingeborg Bachmann heute noch nähern? Sind ihr nicht allzu viele auf der Suche nach dem, was Person und Werk ausmachen, allzu nahe gekommen? Als »Diva der Dichtkunst« wird sie bezeichnet und als »Ikone« verehrt.Ein Essay zum 100. Geburtstag am 25. Juni 2026
Es ist an der Zeit, solche Festlegungen zu vergessen und eine Neu-Entdeckung Bachmanns zu wagen! Bachmanns Werk steckt voller Widersprüche, Rätsel und Bezüge und verschliesst sich einem eindimensionalen Lesen. Es ist ein widerspenstiges Werk. Und auch die Dichterin selbst trägt entscheidende Züge von Widerspenstigkeit in sich.
Anlässlich des 100. Geburtstags der Schriftstellerin erkundet Ingeborg Gleichauf in ihrem Essay diese spezifische Bachmann'sche Widerspenstigkeit. Im Gang durch Bachmanns Werk wie auch durch ihre Briefwechsel, die in den letzten Jahren nach und nach erschienen sind, lässt sich eine Dichterin entdecken, die immer wieder irritiert und überrascht. Genauso verhält es sich auch mit der Person. Sie agiert und reagiert kaum vorhersehbar. Person und Werk fordern heraus. Die Begegnung mit beiden bleibt ein Abenteuer – sowohl für diejenigen, die sie neu entdecken, als auch für diejenigen, die ihre Texte schon kennen.
Ingeborg Gleichauf, 1953 geboren, ist Philosophin, Schriftstellerin und Lyrikerin und lebt in Freiburg. Sie studierte Germanistik und Philosophie und promovierte über Ingeborg Bachmanns Roman «Malina» und Elfriede Jelineks Drehbuch zum gleichnamigen Film von Werner Schroeter. Sie veröffentlichte erfolgreiche Biographien über Schriftsteller*innen, Philosophinnen und Dramatikerinnen.
